Garten-Ratgeber

Rosen im Hausgarten

Garten-Ratgeber: Rosen im Hausgarten

Rosen bezaubern vom späten Frühjahr bis in den Herbst mit Blüten und Früchten. Farbenpracht, Formenfülle und Duft haben das Gehölz zur beliebtesten Gartenpflanze gemacht und ihr den Titel der Königin der Gehölze verliehen. Im breit gefächerten Sortiment findet man für jeden Geschmack und viele Gestaltungssituationen passende Sorten.

Die Rosenklassen

Um einen Überblick über die Vielfalt der Rosen zu bekommen, hat man die Sorten nach Wuchs- und Blüheigenschaften in Klassen eingeteilt.

Kletterrosen erobern mit langen Trieben Mauern, Spaliere, Bögen und Zäune. Man unterscheidet zwischen den kräftig wachsenden Rankrosen (Rambler genannt), die meist einmal blühen und weiche Triebe haben, und den Kletterrosen (Climber genannt), die sparrig verzweigen und mehrmals blühen.

Strauchrosen wachsen hoch und buschig. Dadurch entwickeln sie sich zu einem Blickfang, der ausreichend Platz benötigt.

Beetrosen sind die Klassiker der Rosengärten. Sie bleiben niedrig und ergeben flächig gepflanzt rnit ihren dichten Blütenbüscheln eindrucksvolle Bilder.

Edelrosen tragen große Einzelblüten auf langen Stielen. Sie eignen sich gut als Schnittblume. Die Pflanzen haben einen straff aufrechten Wuchs und können gut mit Stauden kombiniert werden.

Bodendeckerrosen breiten sich mit langen Trieben flach über große Flächen aus. Sie eignen sich zur Begrünung von Hangflächen und lassen nur wenig Unkraut nachkommen.

Zwergrosen bleiben in allen Teilen sehr klein. Sie sind ideal für die Bepflanzung von Gefäßen auf Balkon und Terrasse.

Wildrosen blühen einmal und schmücken sich dann zum Herbst mit Hagebutten. Sie wirken schlicht und natürlich.

Rosenstämmchen setzen im Blumenbeet und am Wegesrand einen Höhepunkt. Meist sind es Edel- und Beetrosen, die auf einen Stamm veredelt werden. Sie verleihen einer formalen Gestaltung Akzente,

Romantische Rosen zeichnen sich durch zarte Farben, dicht gefüllte Blüten und kräftigen Dutt aus, wie beispielsweise Alte und Englische Rosen.

Pflanzung

Wässern, Pflanzloch vorbereiten, Pflanze einsetzen, Gießen/Einschlämmen, Anhäufeln
Wässern - Pflanzloch vorbereiten - Pflanze einsetzen - Gießen/Einschlämmen - Anhäufeln

Die Qualität
Man unterscheidet bei veredelten Rosen die Güteklassen A und B. Drei kräftige Triebe und ein gut verzweigtes Wurzelwerk sind die Qualitätsmerkmale für die Güteklasse A. Pflanzen der Klasse B müssen zwei Triebe haben. Sorten, die als ADR-Rose gekennzeichnet sind, haben sich in mehrjähriger Prüfung als besonders gesund und robust bewährt.

Der Standort
Wählen Sie einen sonnigen Standort mit gleichmäßigen Bedingungen aus. Ideal ist ein luftiger Standart ohne hohe Temperaturschwankungen. Der Boden sollte tiefgründig, locker und nährstoffreich sein.

Die Pflanzzeit
Die optimale Pflanzzeit für Rosen ohne festen Ballen is4 im späten Herbst. Im zeitigen Frühjahr kann man die Pflanzung nachholen. Rosen im Container (Topf) können das ganze Jahr gepflanzt werden.

Pflanzung - Schritt für Schritt

  • Wurzelnackte Rosen vor der Pflanzung 24 Stunden wässern.
  • Das Pflanzloch ausreichend groß ausheben und tiefgründig den Boden lockern Reife Komposterde untermischen.
  • Bei wurzelnackten Rosen verletzte und sehr lange Wurzeln auf 15 bis 20 cm kürzen.
  • Container-Rosen aus dem Topf nehmen.
  • Rase in das Pflanzloch einsetzen. Die Veredelungsstelle muss etwa 5 cm unter der Erdoberfläche sein.
  • Erde auffüllen und andrücken. Angießen.
  • Gießrand formen und die Rose anhäufeln, dass nur noch wenige Zentimeter der Triebe zu sehen sind.
  • Auch bei der Frühjahrspflanzung muss angehäufelt werden.
  • Die Erde kann nach sechs Wochen bzw. frühestens ab Mitte April glatt gezogen werden
Stammrosen
Stammrosen

Pflege

Vor dem Pfalnzen Wurzeln und Triebe einkürzen
Vor dem Pfalnzen Wurzeln und Triebe einkürzen

Ausgewogene Düngung
Rosen brauchen reichlich Nährstoffe. Ideal ist Rosendünger aus dem Fachhandel. Im zeitigen Frühjahr und zu Beginn der Rosenblüte im Juni werden die Rosen jeweils gedüngt. Ab Juli sollte man keine Nährstoffe mehr geben. Im späten Herbst häufelt man die Rosen mit abgelagertem Stallmist oder reifer Komposterde an.

Der richtige Schnitt
Vor dem Winter werden Beet- und Edelrosen kräftig zurückgeschnitten. Bei Strauchrosen kürzt man vor allem lange Triebe ein, damit sie durch die Schneelast nicht niedergedrückt werden. Im Frühjahr führt man den Feinschnitt auch bei Kletter-, Strauch- und Stammrosen durch. Alte und dicht stehende Triebe werden entfernt und die Seitentriebe eingekürzt. Einmalblühende Rankrosen schneidet man im Sommer nach der Blüte, da sie an den einjährigen Trieben blühen. Im Sommer werden bei allen mehrmals blühenden Rosen die welken Blüten entfernt.

Winterschutz
Das Anhäufeln ist der ideale Winterschutz. Hochstämmchen und Kletterrosen schützt man mit Nadelreisig vor starker Sonnenbestrahlung. Man kann auch Kartoffelsäcke oder Vlies verwenden. Luftundurchlässige Materialien, z.B. Plastik, sind ungeeignet.

Mobile Rosenschönheiten
Balkon- und Terrassengärtner müssen auf die Schönheit der Rose nicht verzichten. Die langsamwachsenden und kleinbleibenden Sorten eigenen sich hervorragend für Kästen und Kübel. Bodendeckerrosen verzaubern Blumenampeln in blühende Kugeln. Folgendes muss berücksichtigt werden:

  • Stellen Sie die Rasen im Topf luftig auf.
  • Vermeiden Sie heiße Standorte. Anderenfalls werden die Rosen leicht von Pilzkrankheiten und Schädlingen befallen. Eine gleichmäßige Bewässerung und gute Versorgung mit Nährstoffen trägt ebenso zur Gesundheit der Rosen bei.

Zauberhafte Hagebutten
Wildrosen, aber auch einige Beet- und Strauchrosen schmücken sich zum Herbst mit ihren Früchten, den Hagebutten. Ihre Farben- und Formenvielfalt gleicht der Variationsfreude der Blüten.

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