Garten-Ratgeber

Kulturanleitung Brombeeren

Garten-Ratgeber: Kulturanleitung Brombeere, Rubys Hybriden

Pflanzzeit

Pflanzen aus Container das ganze Jahr möglich.

Standort

Brombeeren stellen keine besonderen Ansprüche an den Boden. Sie wachsen auch auf schlechteren Böden. Am günstigsten sind mittelschwere, durchlässige, tiefgründige und leicht saure Böden. Sonnige und windgeschützte Lagen sind zu bevorzugen.

Pflanzabstand

In der Reihe 2,0 – 4,0 m (je nach Erziehung, siehe nächsten Abschnitt). Von Reihe zu Reihe 1,8 – 2,5 m, wenn möglich jedoch nur Einzelreihen pflanzen. Beim Pflanzen Container entfernen. Wurzelballen im unteren Bereich auseinanderziehen. Trockene Pflanzen 10 Minuten ins Wasser stellen. Eine Grube ausheben, die doppelt so groß wie der Erdballen ist. Die ausgehobene Erde leicht mit Kompost vermischen. Die Brombeerpflanze so setzen, dass der Erdballen mit 3–5 cm Erde überdeckt wird. Gut angießen.

Kulturmaßnahmen

Abb1: Fächererziehung Brombeeren

Für den Hausgarten eignen sich die Palmettenerziehung und die Fächererziehung (letztere benötigt weniger Platz).

Die Fächererziehung (Abb. 1) kommt vor allem für schwächer wachsende Sorten wie z.B. NESSY® in Frage. Man bindet pro laufenden Meter 3–6 Ruten fächerförmig an und schneidet überstehende (über oberem Draht) Rutenteile ab.

Abb 2: Palmettenerziehung Brombeere

Die Palmettenerziehung (Abb. 2) wird bei wüchsigen Sorten wie z.B. THEODOR REIMERS empfohlen. Hier bindet man je 3 Ruten einzeln waagrecht nach links und rechts von der Pflanzstelle aus.

Schnitt

Im August müssen bei den jungen Ruten, die im folgenden Jahr tragen, alle Seitentriebe auf 10 cm zurückgeschnitten werden. Zugleich können überzählige Jungtriebe entfernt werden (Auslichten). Ende Oktober werden alle Ruten, die im vergangenen Sommer getragen haben, am Boden weggeschnitten.

Düngung

Jährlich im Frühjahr 60 g/m² Beerendünger im Wurzelbereich (1,5 m um die Pflanze) breit verteilen.

Pflanzenschutz

1. ALLGEMEINE UND BIOLOGISCHE MASSNAHMEN:
Kulturen nach 6 – 10 Jahren erneuern.

GRAUSCHIMMEL

  • Fruchtmumien entfernen
  • überflüssige Triebe abschneiden

RANKENKRANKHEIT
(rötlich-violette Flecken an den Ranken)

  • mäßige Stickstoffdüngung
  • Rankenbeschädigungen vermeiden
  • befallene Ranken sofort entfernen und verbrennen
  • junge Ranken zeitig hochbinden (um einer Ansteckung vorzubeugen)

BROMBEERMILBE
(Teilfrüchte der Brombeere bleiben rot und hart)

  • befallene Früchte abernten und vernichten
  • abgetragene Ruten zeitig abschneiden und vernichten
  • Bei sehr starkem Befall ein Jahr lang auf den Ertrag verzichten, d.h. im Herbst alle Ruten abschneiden. Bringt sehr guten Bekämpfungserfolg.

2. CHEMISCHE MASSNAHMEN:
Grauschimmel an den Früchten
Während der Blüte ab Blühbeginn zwei- bis dreimal 0.25% Euparen einsetzen. Den besten Schutz von Beginn der Blüte an bis zum Ende der Ernte bietet ein Regendach über der Kultur.

BROMBEERMILBE 
Eine Bekämpfung ist nur vorbeugend möglich. Im Frühjahr, wenn die Triebe 10 – 20 cm lang sind, sind 2 Behandlungen im Abstand von 10 Tagen mit Netzschwefel 1 % (Thiovit/Sandoz, giftklassefrei) angezeigt.

Frostschutz

In Regionen, in denen im Winter die Temperaturen unter –15 °C sinken, ist ein Winterschutz empfehlenswert. 

Eine Möglichkeit ist es, die Schnittarbeiten erst im Frühjahr durchzuführen, damit sich die Ruten gegenseitig schützen. Außerdem können die Ruten mit Stroh oder Tannenreisig umkleidet werden, bzw. auf dem Boden liegend damit abgedeckt werden.

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