Garten-Ratgeber

Hydrokulturpflanzen

Garten-Ratgeber: Hydrokulturpflanzen

In neunzig Prozent aller Fälle sind Gießfehler schuld, wenn es Pflanzen schlecht geht.
Der wesentliche Vorteil der Hydrokultur ist also nicht zu unterschätzen: Hier kann man sehen, wieviel Wasser die Pflanze noch hat und wann sie wieviel braucht.

Auskunft gibt der Wasserstandsanzeiger: Am unteren Ende des Anzeige-Pegels schwimmt ein kleiner Ball auf dem Wasser - und mit ihm auf und nieder Die Anzeige selbst ist dreigeteilt in "Maximum, Optimum, Minimum".Senkt sich der Pegel zur Minimum-Anzeige, ist immer noch Wasser im Gefäß! Also bitte nicht früher gießen! Erst der "Ebbe-und-Flut" - Effekt gibt den Wurzeln Zeit, mal richtig Luft zu holen. Dann wird wieder bis "Optimum" gegossen.

Das "Maximum" gilt nur für besondere Fälle, z. B. während der Urlaubszeit (längere Gießperioden) oder für besonders durstige und stark wachsende Pflanzen.

Transport: Warm eingepackt

Hydropflanzen

Ein Ausflug in die Kälte ohne warmen Mantel bekommt den meisten Menschen nicht so gut. Der Zimmerpflanze, deren natürliche Heimat die tropischen und subtropischen Regionen unserer Erde sind, geht es da nicht anders. Ein lautes Niesen werden Sie von Ihrer Hydrokultur zwar nicht hören, doch auch sie kann sich "erkälten".

Mit einfachen Mitteln schützen Sie Ihre Pflanze beim Transport vor Kälteschäden:
Ummanteln Sie sie mit Folie oder Zeitungspapier; das kann auch eine Plastik- oder Papiertüte sein. Dabei packen Sie gleichzeitig angewärmte Luft der gewohnten Umgebung mit ein und sorgen so für eine angenehme (Pflanzen-)Reise. Die Verpackung schützt zugleich vor äußeren Verletzungen, z.B. Abbrechen von Triebstücken oder Ranken.

Zimmerpflanzen lieben "warme Füße und kühlen Kopf"
Erst kribbelt es in den Zehen und irgendwann fröstelt's den ganzen Körper. Kalte Füße können richtig krank machen. Und unseren Zimmerpflanzen geht es da nicht anders als den Menschen. Niedrige Temperaturen im Wurzelbereich der Hydrokulturen machen ihnen das Leben schwer.
Die Temperatur des Gießwassers spielt daher auch eine Rolle für gesundes Wachstum. Bei erdelosen Pflanzen gibt das Wasser die Temperatur leicht über den Blähton an die Pflanzenwurzel weiter. Ist das Wasser zu kalt, können die Wurzeln Schaden nehmen.

Auch die Wasser- und Nährstoffaufnahme wird durch zu niedrige Temperaturen im Wurzelbereich behindert. Diese Zumutung an ihren Wurzelspitzen hat Folgen für die ganze Pflanze. Vergilbung und Welke - in der Fachsprache Chlorose genannt - sind der Preis, den die Grünpflanzen, die ursprünglich in warmen Regionen zu Hause sind, zahlen müssen.

Zierpflanzen lieben wie wir "warme Füße - kühler Kopf". Die optimale Wassertemperatur für die meisten Hydrokulturpflanzen in Innenräumen liegt etwas unter der Raumtemperatur, also bei etwa 16 bis 22 °C. Wo es nicht ohnehin schon so aus der Leitung kommt, kann man es einen Moment stehen und somit anwärmen lassen.

DGHK