Garten-Ratgeber

Kakteen & Sukkulenten

Garten-Ratgeber: Kakteen und Sukkulenten, die Sonnenkinder

"Der kleine grüne Kaktus" - er ist schon längst ein Hit.
Musikalisch beschrieben ihn die Comedian Harmonists und in jedem guten Western gehört er dazu.
Auch die Hydrokultur braucht auf das Sonnenkind unter den Pflanzen nicht verzichten.

Eigenwillig und auffällig sind die anspruchslosen Kakteen in ihrer äußeren Gestalt. Mit den vielfältigsten Formen haben sie sich den klimatischen Bedingungen ihrer natürlichen Standorte angepasst. Hohe Lichtintensität, Regen- und Trockenperioden sowie große Temperaturunterschiede in ihrer Heimat, die von Kanada über Mexiko bis hin zu den Galapagosinseln reicht, haben diese Pflanzen geprägt.

Kakteen und Sukkulenten

Die Sukkulenz. (succus lat. Saft);. d.h. ihre Fähigkeit, Wasser im Gewebe zu speichern, hilft den stacheligen Gesellen über längere Trockenzeiten hinweg. Vor Wasserverlust schützen eine verdickte, wachsartige Oberhaut (Epidermis) und in der Oberfläche eingesenkte Spaltöffnungen (Stomata).

Die starke Bedornung oder Behaarung beschattet die Pflanze bei intensiver Sonnenbestrahlung, hat aber auch noch einen anderen Zweck. Sie fängt Feuchtigkeit auf, schützt vor austrocknenden Winden und vor zu großer Abkühlung.
'Hydro'kultur und Kaktus - das ist kein Widerspruch. Im Gegenteil: Hydrokultur kann auch hier optimale Lebensbedingungen bieten, denn mit ihr kann man Wassergaben genau dosieren.

Die Hydrokultur kommt sogar den Bedürfnissen der genügsamen Sukkulenten im steinigen und gut wasserdurchlässigen Substrat besonders entgegen. Kakteen lieben diese Bodenform.
Die Durchlässigkeit des körnigen Blähtons bei der Hydrokultur gewährleistet eine gute Durchlüftung und damit auch Versorgung der Wurzeln mit Sauerstoff. Durch die Zwischenräume läuft die Flüssigkeit schnell wieder ab. Es kommt somit nicht zu stauender Nässe, die bei Kakteen zu Schäden führen könnte. Denn Wasser ist ein begrenztes Element für die Lebensvorgänge dieser Pflanzen, was sie zu Ruheperioden zwingt.

Da kommt die erdelose Pflanzenhaltung gerade recht. Sie drängt das Wasser ja nicht auf, sondern erlaubt gerade eine genaue Dosierung über den Wasserstandsanzeiger.

Während der Ruhezeit im Winter den Blähton nur ein wenig feucht halten. In der Wachstumsperiode: Ein niedriger Wasserstand - Gießen bis Optimum, absinken lassen auf Minimum und mindestens drei Tage mit dem Gießen warten.

In der Wachstumszeit brauchen Kakteen eine Temperatur von 16 bis 28 °C. Im Winter ist jedoch eine Ruheperiode mit geringen Temperaturen Bedingung. An ihren natürlichen Standorten sind die Kakteen intensiver Beleuchtung ausgesetzt. Dieses Lichtbedürfnis der Sonnenkinder sollten Sie auch in Ihren Räumen berücksichtigen und für Kakteen einen Platz an Südfenster, an der Balkontür oder im Wintergarten finden.

Dann sind die stachligen Schönheiten im wahrsten Sinne des Wortes "unverwüstlich".

DGHK